Sonntag, 28. Oktober 2007

Videos...

...sind endlich online...NJoy!

Samstag, 27. Oktober 2007

Party über Party!

Hallo ihr Schweinchen, alles roger? Muß euch doch mal wieder was schreiben, nicht, daß ihr das Interesse verliert und nie wieder auf meine Seite guckt. Aber erstmal muß ich mich ja mal beschweren: Da versuche ich, den geneigten Leser mehr einzubinden und meine Homepage ein wenig interaktiv zu gestaltet, so von wegen Web 2.0 und schnickschnack, und was macht ihr...? Richtig, nichts! Also bitte: Nehmt an der Umfrage teil, ihr müsst die anderen Seiten ja nicht lesen, klickt einfach was an ;-)
Also, was war denn hier los die Woche über? Eigentlich nicht so wahnsinnig viel, Uni as usual, hab mir alle Vorlesungen angetan, die meisten davon aber bereut ;-) Am Dienstag war dann hoher Besuch aus Aachen da, wenn ich das richtig Verstanden habe die deutsche Organisatorin des Austauschprogrammes...auf jeden Fall war sie in China auf irgendwelchen Ausbildungsmessen und hat kurz Halt in Peking gemacht und hat sich unsere Meinungen und Sorgen und so weiter angehört. Danach bin ich dann mit Moritz los und wir haben uns mal Sprachschulen angeguckt. Zunächst waren wir in der Beijing Culture Exchange Irgendwas, empfohlen von Andre und Christoph. Danach sind wir ins Sino-Land, ganz schön krasses Ding. Ist in nem neuen Nobelbüroturm im 20. Stock komplett mit Fengshui-Ausruh-Park und alles sehr sehr nobel. Sollten da eigentlich am Freitag Test-Lesson haben, da ist uns aber das PM-Lab dazwischen gekommen. Egal...BCE hat uns auf jeden Fall direkt auf ne Party eingeladen, da sind wir dann am Donnerstag hin. Wir (Moritz, Andre, Christoph, ich), haben uns an der Schule getroffen und sind von da aus dann mit ein paar Lehrerinnen und anderen Mädels zur Beijing University of Technology and Science gelaufen (ca. 20 Minuten). Als wir da waren, war die Party schon in vollem Gange und wir nahmen schnell Platz. Vielleicht sollte ich schnell das chinesische Partykonzept erklären: Alle sitzten im Kreis, trinken Cola und essen Chips und es gibt mords Vorführungen. Nachdem die hinreißenden Moderatorinnen alle begrüßt hatten, kam als erstes ein Schwertkämpfer und hüpfte da rum. Videos hab ich euch alle online gestellt, da kann sich jeder dann selber ein Bild machen. Danach wurde ich freiwillig gemeldet für ein Spiel, das - was mir mit meinen extensiven Chinesischkenntnissen natürlich entgegen kam - darauf basierte, chinesische Schriftzeichen zu einem Satz zu ordnen...prima, oder? Mit Hilfe unserer charmanten Gastgeberin gelang es mir dennoch, als erster die Wörter zu ordnen und es ergab sich der Satz - geht wohl auf Konfuzius zurück - daß der Onkel der Bruder des Vaters ist. Als Preis erhielt ich eine herrliche Tonfigur eines KungFu-Kämpfers :-) Als nächstes stand spanische Musik auf dem Programm, die Jungs hatten es echt drauf. Danach dann Schattenboxen und mein persönliches Highlight: Die anderen drei waren jetzt dran, mitzumachen...recht geschah es ihnen! Jeder von ihnen durfte eine Schattenboxfigur lernen und es entstanden herrliche Videos! Um den Abend abzurunden erschienen noch zwei fiedelde Mädels, die zauberhafte Moderatorin sang Celine Dion (nicht über das Video wundern, hab erst nach 10 Sekunden gerafft, daß man ja kein Hochformat filmen kann :-)) ), ein kleiner Junge hielt ein Gedicht über den Frieden und es gab nochmal Gruppen-KungFu. Alles in allem war es wirklich cool und interessant, alle haben sich viel Mühe gegeben und die Vorführungen waren sehr sehr geil. Außerdem genossen wir wieder so viel Aufmerksamkeint...ein Traum. Ständig kamen irgendwelche Leute und boten uns Essen und Trinken an und nach der Party mussten wir wieder für Fotos posen. Eins hab ich auch knippsen lassen...schade, daß ich neben dem hübschen Mädel so schlecht wegkomme...aber selber schuld, wenn man so dämlich guckt :-(.
Danach trafen wir uns noch mit dem Rest der Party-Crew (die hatten schon gefühlte 217 Bier Vorsprung) in Wudaokou. Nach einem Bierchen zur Einstimmung und nachdem meine Kamera von meinen vertrauenswürdigen Begleitern im Gebüsch deponiert worden ist, kamen wir ins 13, da war dicke (Helloween)Party mit allem Zipp und Zapp. Ich ließ mich von Christoph übereden, an der Versteigerung teil zu nehmen, aber entweder war zu dem Zeitpunkt einfach die Luft raus oder die Mädels wollten mich alle nicht, auf jeden Fall wurde ich an den ersten Bieter versteigert, meinen treuen Freund Jan, dem ich immerhin 30 Euro wert war (vielleicht hat das auch den Mädels ein wenig das Bieten vermiest). Danach dann noch koreanischer Punkrock und reichlich zu trinken und dann weiter ins Taco oder so. War auch ganz cool, während der Moritz die Russin klar machte (und ihre Freunde mir sagten:"Tell your friend not to touch the girl or we will have an excuse for killing him!"...immer das gleiche!), war das einzige, was ich anzog koreanische Kerle, die mir immer irgendwelche Mädels vorstellten, die aber mal so gar nix von mir wissen wollten!
Aber anyways. Noch kurz zu gestern abend: Da er uns damit schon seit Wochen in den Ohren liegt sind wir mit Markus ins D22, direkt neben dem 13...Lifemucke war angesagt. Die gestalten davor sahen alle schon bissl eigenartig aus, sehr Punkig halt. Innen wurden wir dann von einer chinesischen Naziband empfangen, auf jeden Fall sahen sie sehr danach aus. Alle mit rasierten Köppen, Springerstiefel und was man halt so trägt. Der Sänger ein fettes tätowiertes Schwein, bis auf die Schlitzaugen hätte der auch nach Ostdeutschland gepaßt (...nur Spaß). Gegen Ende wurden die Böhsen Onkelz Asiens allerdings etwas weich und wechselten zu Reggae und Ska...komisch. Nach ihrem Auftritt ging das erste Drittel der Leute (es war ohnehin wenig los und schlechte Stimmung), nach den koreanischen Teenie-Rolling-Stones ging das zweite und als der französische Leadsänger das T-Shirt auszog ging ich!
Hätte gerne ein paar Bilder gepostet von den B.O.A., aber die rauligen Handyfotos erspare ich euch.
Greeetz!

Sonntag, 21. Oktober 2007

Nochmal ich...

Als kurzer Nachtrag: Hab noch ein paar Bilder hochgeladen, damit ihr auch glaubt, dass wir wirklich versucht haben, zu laufen. Gewissermaßen haben wir den Tsinghua-Extreme-Triathlon absolviert: Aufstehen mitten in der Nacht, Frieren wie ein Schneider, Abgefuckt von der chinesischen Sportverwaltung! Hab auch noch einige Partypics dazugepackt (shouts going out to GeeTee!)

Strutzelzack!!!

Es ist Sonntag Morgen, 6:40 und ich sitze an meinem Computer und schreibe Blog-Einträge. Wie das kommt? Ganz einfach, Chinesen sind wahre Planungstalente.
Heute ist der Beijing International Marathon, auf den wir uns schon seit vier Wochen freuen und für den wir uns (mehr oder weniger) fleißig vorbereitet haben (für die halbe Strecke halt). Nachdem wir uns nicht mehr regulär anmelden konnten, haben wir ganz kurzfristig die Anmeldung über die Uni vorgenommen und haben uns dazu auch extra untersuchen lassen mit allem Zipp und Zapp. Gestern Morgen dann die geile Nachricht, nachdem wir die ganze Woche schon auf nähere Informationen gewartet hatten: Wir dürfen nicht starten, so lange wir nicht unsere extensive Erfahrung bei internationalen Marathonveranstaltungen nachweisen können. Also rein ins Internet und alte Listen suchen, Florian erwies sich als geübter Urkundenfälscher, aber alles war zu spät. Jan telefonierte den ganzen Tag und setzte Himmel und Erde in Bewegung, aber nichts half. Gestern beschlossen wir dann also, trotz allem einfach mal heute morgen an den Bussen zu erscheinen und es zu versuchen. Also raus aus der Poove um zwanzig vor 6, frierend, grummeld und was man sonst noch so für Probleme hat und ab in die Eiseskälte. Ich traf noch kurz die Next-door-Kasachinnen, die grad aus der Disse kamen. An den Bussen stellten wir dann fest, dass alle Chinesen schon Startnummern haben, versuchten nochmal, an welche zu kommen, aber es half alles nichts. Und jetzt bin ich wieder hier, hin und her gerissen, ob ich tatsächlich nochmal ins Bett soll.
Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Gestern war ich mit Gero und Fabian auf dem Electronic Market und beim Carrefour. Nach einer etwas anstrengenden Tour durch den französischen Supermarkt tigerten wir noch über den Elektronic Market und in einem der Gebäude war irgendeine Manga-Computerfreak-Anhänger-Dance-Competition-Show. Einfach herrlich, siehe Bilder :-)
Ich geh jetzt frühstücken!!!

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Ente

Huhuuuh,
am Sonntag waren wir zum Entenessen. Franzi - unsere charmante Abendessenbekanntschaft aus Hongkong - hatte eingeladen und ich hab mir als Verstärkung noch Gero und Fabian mitgenommen. Wir waren eine echt große Gruppe, alles in allem glaube ich 13 Leute. Und jeder von irgendwo anders: Aus L.A., Toronto, Wien, Schweden, China, Boston. Also äußerst bunt gemisicht. Wir verteilten uns auf die Taxis und fuhren los, allerdings war das nicht so einfach, da nur zwei oder drei von uns wirklich wußten, wo das Restaurant ist und die Taxifahrer auch nicht wirklich den Plan hatten. Das Restaurant war allerdings auch so nah am Campus, dass wir mit den Rädern in der Zeit, die wir im Taxi verbrachten, ungefähr dreimal hin und her hätten fahren können :-). Im Restaurant nahmen wir in unserem eigenen Raum Platz - Franzi hatte reserviert - na klar um einen großen runden Tisch mit Drehteller in der Mitte. Das Bestellen der Beilagen überließen wir den Chinesen, was keine schlechte Entscheidung war. Und dann ging es los. Erstmal bissl Bier zum Auflockern und dann Essen...es kam und kam und kam: Gemüse, Suppe, "Gulasch", "Döner" und - mein persönliches Highlight - Frosch...mjam mjam. So groß wie die Stücke in der Brühe waren, muß das aber ein beeindruckender Frosch gewesen sein. Es gab noch Lamm und dies und das - der Drehteller war wirklich voll - und natürlich die Ente. Wir aßen zwei davon, sehr sehr lecker, der Tradition entsprechend in 88 Stücke geschnitten, zumindest haben sie uns das gesagt, direkt bei uns am Tisch. Zwischendurch noch Schnäpschen und immer wieder Bier, was die Chinesen wohl einigermaßen amüsierte. Leider wollte danach niemand mit zum Karaoke (vielleicht war es doch ein bissl viel Schnaps und Bier), wir verlegten die Party aber einfach zu Fabian :-)
Und ein geiles Zitat noch von Triton (kein Scheiß!), unserem Production-Management-Übungsleiter. Er ist immer sehr bemüht, mit uns am Anfang der Übung noch über etwas anderes zu reden, sei es die Nationalfeiertage, die Nobelpreise oder - wie dieses Mal - den chinesischen Nationalkongress. In diesem Zusammenhang sagte er gestern:"Chinese people don't care very much about the elections, because, you know, they are like "elections"!" :-)) Die Deutschen schmissen sich weg, die Chinesen guckten etwas säuerlich. Ich werde Triton allerdings sehr vermissen, wenn er jetzt - von einem Studenten denunziert - im Arbeitslager ist und wir von einem linientreueren Parteifunktionär unterrichtet werden!
Peace Out!

P.S.: Leider funktionier der Bilder-Upload gerade nicht, wird aber nachgereicht!

Sonntag, 14. Oktober 2007

Knalleblau

Moin allerseits.
Heute ist vielleicht ein Wetterchen. Man glaubt es kaum. Die Luft ist zwar kalt und es ist windig, aber der Himmel zeigt sich von seiner schönsten Seite und in der Sonne ist es echt angenehm. Allerdings wundert man sich etwas, da ab morgen der 17. Parteitag stattfindet (dort wird die Agenda für China für die nächsten fünf Jahre beschlossen!) und es die letzten zwei Tage viel geregnet hat. Da wird doch niemand mit Silberjodid das wetter gepimpt haben??? :-)
Anyways, ich werd es jetzt noch ein bissl genießen, euch hab ich zwei Beweisfotos hochgeladen!
Schönen Sonntag!

Freitag, 12. Oktober 2007

Nach dem ich euch...

...werte Leser so lange schmählich vernachlässigt habe, folgt nun mal wieder ein kleines Berichtchen von mir. Aber viel ist wirklich nicht zu sagen, habe die ganze Woche mehr oder weniger an der Uni verbracht.
Aber mache ich doch da weiter, wo ich aufgehört habe. Nachdem wir letzten Donnerstag unterwegs gewesen waren, war der Freitag wieder im Großen und Ganzen ein Ruhe-/Lerntag. Abends war ich mit Yi verabredet (ich hoffe, dass ich ihn richtig buchstabiert habe!) zwecks Disco. Zu meiner großen Überaschung stellte ich aber dann fest, dass schon einige von den Jungs aus dem Urlaub zurück waren. Wir tranken Bier bei mir aufm Zimmer und verschoben dann die Disco auf Samstag, damit auch alle mit können. Am Samstag dann erstmal ausschlafen, wir hatten uns vorgenommen, vielleicht in den Zoo zu gehen, das Wetter war aber dermaßen schlecht, dass ich keine Lust hatte, auch nur irgendwas zu machen. Also den Tag über gechillt/gelernt...wohl mehr gechillt. Langsam füllte sich die Uni auch wieder mit "Öchern"...da merkt man erst, wie sehr man die Ruhe genossen hatte. Ja und abends dann in "Propaganda", eine Dizze hier am Campus. Vorteil: Schnell da/Taxi billig, Nachteil: Alles voller Ausländer! Da wird einem einfach nicht die gleiche Aufmerksamkeit zuteil wie anderswo. Aber amüsiert hab ich mich trotzdem. Und der Sonntag war dann Ausnüchtern und endlich meine wundervolle Case-Study schreiben, die ich die ganze Woche vor mir hergeschoben hatte!
Montag Uni, Dienstag Uni, Mittwoch Uni, Donnerstag keine Uni, deswegen bin ich mim Fabian shoppen gegangen. Sind schon morgens früh gestartet, er wollte mittags Chinesisch lernen, ich hatte ein Date mit einer Chinesisch-Partnerin. Waren in Xidan, richtiges Shopping-Center, nichts Fake, aber trotzdem billig, hat chinesische Marken. Hab mir zwei Hosen, Schuhe, zwei Pullis und ne Jacke gekauft, hab ca. 100 Euro ausgegeben...da kann man wohl nicht meckern! Das einzige, das ich nicht bekommen habe waren T-Shirts/Polos...die sind nämlich auch knapp so langsam!
Ja dann Treffen gehabt mit Stella (Zhaonas Schwester (siehe Abendessen!))
zum Chinesischreden. War nett, hab auch bissl was gelernt. Und heute wieder Uni (heute morgen), dann Mittagschlaf (war nötig), dann Treffen mit den Chinesen fürs PM Labor und jeztt bloggen und gleich Lernen! :-(
Machtet jut und bis denne!

Sonntag, 7. Oktober 2007

对不起

Tut mir leid, bin gerade dabei, den Blog ein wenig zu "pimpen"...bald ist wieder alles da, versprochen!
再见

Freitag, 5. Oktober 2007

Der Anti-Mongolische Schutzwall

Gumoie, wei da? Es ist Freitag morgen, es regnet und ich habe keine Lust zu lernen, also schreib ich euch was :-)
Gestern war ich mit Georg in Simatai an/auf der Großen Mauer...einfach supercool. Vorgestern abend waren wir noch mit Ross Billiard spielen und sind dann aber zeitig ins Bett, wir wollten ja was vom Tag haben. Ich war zwar etwas zu spät (fünf Minuten), allerdings war ich da nicht der einzige. Nachdem ich mein Dornröschen wachgeküsst hatte (selbstredend im übertragenen Sinne!), einem herrlichen Frühstück (French Toast, Spiegelei mit Wurst und süßer Kaffee) und nachdem wir uns gegenseitig mit den verschiedenen Toren auf dem Campus reichlich verwirrt hatten, waren wir endlich in der U-Bahn nach Dongzhimen. Dort ist nämlich der Busbahnhof, an dem die Busse richtung Mauer ablegen. Kaum kamen wir aus der U-Bahn, wurden wir schon angequatscht von wegen Minibus. Der Kerl war echt vorbereitet, ein Zettel mit den verschiedenen Routen und Zielen und verschiedene Sätze zum verhandeln ("because oil prices are very high", "expressway fee", ...). Zunächst wimmelten wir ihn ab, dann erschien es uns aber gar keine schlechte Idee, einen eigenen Fahrer zu haben, der direkt fährt, keine Haltestellen zwischendrin hat und dort auch auf uns wartet und uns wieder zurückfährt. Allerdings wollte er 480 Yuen haben, ich bot ihm 250 und wir trafen uns schließlich in der Mitte...also bei 400 (das Handeln liegt mir im Blut). Wir machten noch aus, dass wir erst bezahlen, wenn wir wieder in Beijing sind und er pfiff dann einer Frau mit einem kleinen Jungen
, die uns zu unserem herrlichen roten Kühlschrank geleitete. Keine Gurte, keine Kopfstützen und der Kleene turnt überall rum...Safety first halt. Bald stellte sich heraus, dass wir wohl die Rechts-auf-dem-Standstreifen/Fahrradweg-überhol-Queen von Beijing erwischt hatten, aber sie machte gutes Tempo und hupte nur wenig. Nur wenn ein Polizeiauto in Sicht kam, hielt sie sich den Gurt vor den Bauch.
Die 120 Kilometer, für die wir ca. zweieinhalb Stunden brauchten (eineinhalb davon, nur um aus der Stadt zu kommen), nutzten wir, um ein wenig Chinesisch zu lernen und dann eher, um uns mit dem Kleinen anzufreunden. Ein süßes kleines Energiebündel. Wir malten, bastelten, er spuckte Wasser, das ihm nicht schmeckte einfach auf den Boden, schmiss seinen Müll einfach aus dem Fenster...das volle Programm halt. Mama verhielt sich eher ruhig und schritt nur ein, wenn der Kleine gar zu sehr rumturnte. Die Route ging erstmal ewig aus Beijing raus, dann durch Myan und dann "über Land" in die Berge. Erinnert ein wenig an Bosnien oder ähnliches, überall Gästehäuser/Restaurants/Hotels und Obststände an der Straße, überladene LKWs und andere abenteuerliche Gefährte. Vor den Gästehäusern stehen immer Leute und winken mit einem roten Fähnchen. Die Berge in China sind ganz eingenartig geformt, irgendwie sieht hier alles "zerknitterter" aus und ist spärlicher bewachsen. Zwischendurch hielt unsere Fahrerin um Kippen und Wasser zu kaufen und dann nochmal kurz vor der Mauer (schon geil, wenn man sie durch die Berge sieht) und wir aßen im "Restaurant" ihrer Familie. Die haben ein ganz schönes Geschäftchen mit uns gemacht, Cola für 10 Yuen, aber gut wars.
Dann waren wir endlich in Simatai, wo uns ein großes Touristenzentrum erwartete, aber alles gut organisiert, fein beschildert und ordentlich. Nach Pipipause und Kartenkaufen gingen wir zur Seilbahn, hätten zwar auch hochlaufen können, hatten aber mit der Rennfahrermama ausgemacht, dass wir in drei Stunden wieder da sind. Die Seilbahn war fast ein wenig abenteuerlich, erstens weil sie ihre besten Tage wohl schon lange hinter sich gelassen hat, zweitens weil alles voller Wanzen ist, wir übrigens auf der ganzen Mauer. Die Fahrt war eher mittelspektakulär, die Sicht war nicht so toll da es sehr dunstig war aber wir freuten uns, über übel zugerichtete Hügel (die augenscheinlich gerade aufgeforstet werden) der Mauer immer näher zu kommen. Simatai es der ursprünglichste der restaurierten Mauerabschnitte und der am wenigsten von Touristen überlaufene. Die Mauer läuft hier mit ca. drei Meter Breite (Weg oben) auf einem schmalen Grat. Jede Steigung - und sei sie noch so steil - wir von der Mauer mitgemacht und alle paarhundert Meter steht ein Wachturm. Beeindruckend ist nicht unbedingt die Größe der Mauer oder der Türme sondern vielmehr ihre Lage auf dem Kamm, der an sich ja schon ein schwer zu überwindendes Hindernis darstellt...wirklich cool!
Das letzte Stück zur Mauer gingen wir dann zu Fuß über einen Serpentinenweg, der uns nochmal richtig zum "Saften" brachte. Unser Spaziergang auf der Mauer ist nicht so spektakulär zu lesen, wir gingen zunächst nach rechts, knippsten immer und immer wieder, gingen durch die Wachtürme (alle gleich, alle nur ein Stockwerk, alle leer bis auf die Wanzen), kamen am Ende an und drehten wieder um. Stellenweise ist die Mauer schon sehr abenteuerlich, immer ohne Geländer, teilweise geht es schon richtig runter. Traumhaft sind auch die Stufen, von denen keine zwei gleich sind...volle Konzentration!
Wir gingen nicht den Weg wieder zurück, den wir gekommen waren sondern gingen am Serpentinenweg vorbei und weiter die Mauer entlang bis zu einer Hängebrücke, die über einen Fluß führt und den Anfang des nächsten Mauerabschnittes markiert. Dort überlegten wir uns noch kurz, ob wir für den Abstieg die Hardcore-Seilbahn nehmen sollten, waren dann aber doch zu knickrig (oder zu ängstlich) und nahmen den schön angelegten, wenig genutzten aber dauerbeschallten Weg ins Tal. Dort wartete (zweieinhalb Stunden hatten wir ohne Mühe rumgebracht) unsere Fahrerin und wir konnten angenehmerweise gleich los.
Kaum waren die Straßen wieder etwas komfortabler, knackten wir drei weg, Georg und ich aber wohl nicht so bequem wie der Kleine, der sich einfach auf dem Beifahrersitz zusammenrollte. Wieder wach und mittlerweile in Myun angekommen wunderten wir uns etwas, als die Dame auf einmal rechts in ein Wohngebiet abbog, anscheinend musste noch der Rest der Familie abgeholt werden :-) Wir trafen unseren Verhandlungsparter vom Morgen wieder und lernten auch den zweiten Sohn kennen (zwei Kinder...die müssen gut an uns verdient haben, dass sie sich die Strafe leisten können ;-) ). Nachdem die "Dorfmädels" fies mit dem Finger auf mich gezeigt hatten und fies dabei gelacht hatten und alle auf dem Klo waren, ging es weiter. Der Verkehr war nicht mehr so flüssig wie am Vormittag und so dauerte die Fahrt etwas länger. Wir machten aber ganz gut Smalltalk mit dem großen Sohn (21 Jahre) und kriegten auch chinesisches Familienleben mit. Außerdem stellten wir fest, dass wir wohl all-inclusive gebucht hatten und wurden reichlich mit Keksen und Kastanien verköstigt.
Trotzdem waren wir ganz froh, als wir wieder da waren. Da wir mittlerweile einigermaßen gerädert waren, zahlten wir auch die 400 Yuen, ohne nochmal Verhandlungen zu versuchen und schlängelten uns durch die U-Bahn. Nach Abendessen beim Mäckes und Einkaufen ließen wir dann den Tag mit einer heißen Dusche und kaltem Bier ausklingen. Allerdings ist von Harbin, Diamond Blue und Tiger Lager wirklich wirklich abzuraten!!!

Mittwoch, 3. Oktober 2007

War gerade...

...beim Frisör...puh, alles gut gegangen. Ist zwar nicht der beste Haarschnitt, den ich je hatte, aber mit Sicherheit der günstigste. Im Laden (hier direkt am Super C, der Supermarkt aufm Campus, keine 300 Meter von mir) sind alls Kerle, erst Haare waschen, dann schneiden. Er hat sich zwar ein wenig beschickert, weil ich ihm nur ein Bild gezeigt habe, wie ich es haben möchte, aber dann zügig und zielstrebig geschnitten. Und danach dann wieder Haare waschen, endlich denkt mal jemand mit!
Ist euch eigentlich aufgefallen, daß ich Google-Earth-Links in meine Fotoalben gepackt habe? Zwar nur in der Alben-Beschreibung und auch nicht klickbar, aber trotzdem ganz witzig :-)

Dienstag, 2. Oktober 2007

Special Olympics...

...fangen gerade in Beijing an, ich gucke gerade die Eröffnung im Fernsehen. Die haben ja mächtig aufgefahren: Reden von Arnie dem Gouvernator und einigen Mitgliedern des Kennedy-Clans und moderiert von Colin Farrel (wie auch immer er sich schreibt!). Aber das nur am Rande.
Wie ihr ja sicher wisst, war ich am Sonntag mit Georg, dem einzigen, der genauso zurückgeblieben ist wie ich, unterwegs. War eigentlich echt kewl und dafür, dass ich nur ne kleine Tour durch die Stadt machen wollte, waren wir echt lange unterwegs. Waren erst am Yonghegong Lama Tempel, den man schon von Weitem riecht. Meine Jacke riecht heute noch nach Weihrauch/Duftstäbchen, auch wenn das alles nur draußen abgebrannt wurde und wir die ganze Zeit "an der frischen Luft" waren. Aber echt hübsch da (siehe Bilder), Riesenbottiche in denen die Duftstäbchen abgefackelt werden (teilweise auch das Modell Fingerdick, auch gerne mal händeweise reingeschmissen), in den Hallen natürlich die verschiedensten Buddhastatuen, leider mit ohne Fotografieren. Vor den Buddhas immer wieder Obstschalen, frische Blumen aber auch Plastikflaschen mit Öl oder Konservendose. Es waren auch mehr Leute am Beten als ich gedacht hätte. Leider waren die Buddhas in sexueller Vereinigung (so der Wortlaut meines Reiseführers) verhüllt, früher dienten sich als Anschauungsmaterial für die Prinzen :-)
Seltsam waren nur die verschimmelten Früchte an den Bäumen, ob das so gewollt war. Zwischendurch noch telefonieren mit der Heimat, hatte das irgendwie verplant, dass Sonntag war, dachte die ganze Zeit, es wäre erst Samstag...nehmt es mir nicht übel, dass ich euch abgewürgt habe, aber Georg (der ohnehin schon ein crazy Fotomaniac ist) hat in der Zeit schon ungefähr 12964 Selbstportraits von sich geknipst. Die meisten Bilder, die ich online gestellt habe, sind von ihm, ich war nicht in Fotolaune.
Danach dann über den nicht gefundenen Konfuziustempel am Glocken- und Trommelturm vorbei durch ein wirklich hübsches Viertel mit vielen kleinen Geschäften und wieder an den Seen lang. Dank meines brieftaubenartigen Orientierungssinnes habe ich uns auch nur einmal um den See rumgeführt, hätte es auch gerne noch ein zweites mal gemacht :-) Immerhin ließ es Georg die Gelegenheit, kräftig Hauseingänge zu fotografieren.
Allen Wiedrigkeiten zum Trotz erreichten wir irgendwann den Beihai-Park, hier hausten nach dem Sturz des Kaisers die Parteibonzen, dementsprechend gepflegt und nobel ist der Park, wirklich eine Augenweide inmitten der lauten, schmutzigen Stadt. Der Tag war eh einer der besonders "smoggigen".
Nach dem Aufstieg zur weißen Pagode und dem folgenden Abstieg gingen wir dann in Richtung Tian'anmen-Platz, immer an der Verbotenen Stadt vorbei. Unterwegs wurden wir noch von Amis gefragt, wo denn die V.S. sei (...die 1000 Meter lange Mauer, an der ihr seit mindestens zehn Minuten entlanglauft) und wo man denn ein Taxi bekommen könne (guck auf die Straße, die Autos auf denen Taxi steht und von denen alle 30 Sekunden eins vorbeifährt...).
Am Tian'anmen war dann die Hölle los. Der Platz - endlich fertigdekoriert - erstrahlte in vollem Glanz, alles taghell beleuchtet, die Bäume an der Straße etwas weihnachtlich anmutend mit bunten Lichtern behängt, die Springbrunnen bunt beleuchtet und mit Lasershow. Und alles voller Leute.
Wir knipsten nur ein bissl und genossen dann die ungewöhnlich leere U-Bahn zurück. Ich ging noch schnell in den Supermarkt, wollte noch Deo kaufen. Das stellte sich aber als große Herausforderung heraus: Gibbet im Supermarkt nämlich nicht, nur im Watsons, den ich immer für einen Schminkladen gehalten habe. Dort fand ich dann zunächst das Faberge-Deo, stolzer Preis: 8 Euro. Man kann nämlich Drogerien unterschiedlich ordnen: Nach Produkttypen, nach Herstellern, nach männlein/weibleich, nach Barcode-Nummer oder - wie hier - völlig willkürlich. Nach einigem Spazierengehen im Watsons hatte ich dann Deo, Adidas, immer noch 4 Euro, aber das geht. Danach Schlangestehen mit 357 chinesischen Mädels, wobei 2 von 3 Kondome kauften...die Vögeln sich alle in ihren Nationalfeiertag..RIGHT RIGHT!
Ja und gestern dann eigentlich Lernen und Unikram, ab und zu ein wenig TV wegen der Feierlichkeiten. So im Nachhinein wäre ich vielleicht doch gerne da gewesen, auch wenn es die Militärparade (auf die ich mich ja wirklich gefreut habe) nur zu runden Geburtstagen (also erst wieder übernächstes Jahr) stattfindet. Aber das Wetter war auch nicht so pralle.
Ja und heute vormittag wieder fleißig gewesen und dann mit Georg nach dem Mittagessen wieder inne Stadt. Den Park und den Tempel haben wir nicht gefunden - Georg kann sich nämlich genauso geil orientieren wie ich!!! - waren aber auf der nett anzuschauenden wenn auch wenig spektakulären alten Sternwarte. Danach ... VERDAMMT, DIE ZHAO WEI (AMBASSADOR FOR THE CHINESE SPECIAL OLYMPICS) IST JA ABER SOWAS VON!!!...weiter im Text: Danach dann zum Silk Market, wie Arizona-Market, alles aber in einem siebenstöckigen Hochhaus, alles noch dreister gefaked und die Händler noch härter, wenn auch alle sehr sehr hübsch (also es sind zu 95% Händlerrinnen). Da wird dann für ein "Polo"-Hemd 100 Euro verlangt und am ende trifft man sich bei 3,50 :-) War nicht wirklich in Shoppinglaune, fand es aber cool, mal drüberzulaufen. Werd das bei anderer Gelegenheit mal machen.
Danach erst durch Botschaftsviertel und den Park doch noch gefunden, dann durchs Russenviertel (wenn jemand Pelze braucht, sage er bescheid) und dann ab nach hause. Gegessen, gejoggt, geduscht, jetzt Bloggen und gleich noch auf ein Bier!
Denkt ab und zu mal an mich, dixi ut salvavi anima mea!

Weil sie mich auch verlinkt haben...

...darf ich euch bitten, alle auf www.skunkfood.de zu gehen! Guckt euch die Seite an, kauft euch die CD (sehr empfehlenswert!), bestellt viele T-Shirts und unterstützt damit den Alkoholkonsum dieser jungen ambitionierten Künstler!