...fangen gerade in Beijing an, ich gucke gerade die Eröffnung im Fernsehen. Die haben ja mächtig aufgefahren: Reden von Arnie dem Gouvernator und einigen Mitgliedern des Kennedy-Clans und moderiert von Colin Farrel (wie auch immer er sich schreibt!). Aber das nur am Rande.
Wie ihr ja sicher wisst, war ich am Sonntag mit Georg, dem einzigen, der genauso zurückgeblieben ist wie ich, unterwegs. War eigentlich echt kewl und dafür, dass ich nur ne kleine Tour durch die Stadt machen wollte, waren wir echt lange unterwegs. Waren erst am Yonghegong Lama Tempel, den man schon von Weitem riecht. Meine Jacke riecht heute noch nach Weihrauch/Duftstäbchen, auch wenn das alles nur draußen abgebrannt wurde und wir die ganze Zeit "an der frischen Luft" waren. Aber echt hübsch da (siehe Bilder), Riesenbottiche in denen die Duftstäbchen abgefackelt werden (teilweise auch das Modell Fingerdick, auch gerne mal händeweise reingeschmissen), in den Hallen natürlich die verschiedensten Buddhastatuen, leider mit ohne Fotografieren. Vor den Buddhas immer wieder Obstschalen, frische Blumen aber auch Plastikflaschen mit Öl oder Konservendose. Es waren auch mehr Leute am Beten als ich gedacht hätte. Leider waren die Buddhas in sexueller Vereinigung (so der Wortlaut meines Reiseführers) verhüllt, früher dienten sich als Anschauungsmaterial für die Prinzen :-)
Seltsam waren nur die verschimmelten Früchte an den Bäumen, ob das so gewollt war. Zwischendurch noch telefonieren mit der Heimat, hatte das irgendwie verplant, dass Sonntag war, dachte die ganze Zeit, es wäre erst Samstag...nehmt es mir nicht übel, dass ich euch abgewürgt habe, aber Georg (der ohnehin schon ein crazy Fotomaniac ist) hat in der Zeit schon ungefähr 12964 Selbstportraits von sich geknipst. Die meisten Bilder, die ich online gestellt habe, sind von ihm, ich war nicht in Fotolaune.
Danach dann über den nicht gefundenen Konfuziustempel am Glocken- und Trommelturm vorbei durch ein wirklich hübsches Viertel mit vielen kleinen Geschäften und wieder an den Seen lang. Dank meines brieftaubenartigen Orientierungssinnes habe ich uns auch nur einmal um den See rumgeführt, hätte es auch gerne noch ein zweites mal gemacht :-) Immerhin ließ es Georg die Gelegenheit, kräftig Hauseingänge zu fotografieren.
Allen Wiedrigkeiten zum Trotz erreichten wir irgendwann den Beihai-Park, hier hausten nach dem Sturz des Kaisers die Parteibonzen, dementsprechend gepflegt und nobel ist der Park, wirklich eine Augenweide inmitten der lauten, schmutzigen Stadt. Der Tag war eh einer der besonders "smoggigen".
Nach dem Aufstieg zur weißen Pagode und dem folgenden Abstieg gingen wir dann in Richtung Tian'anmen-Platz, immer an der Verbotenen Stadt vorbei. Unterwegs wurden wir noch von Amis gefragt, wo denn die V.S. sei (...die 1000 Meter lange Mauer, an der ihr seit mindestens zehn Minuten entlanglauft) und wo man denn ein Taxi bekommen könne (guck auf die Straße, die Autos auf denen Taxi steht und von denen alle 30 Sekunden eins vorbeifährt...).
Am Tian'anmen war dann die Hölle los. Der Platz - endlich fertigdekoriert - erstrahlte in vollem Glanz, alles taghell beleuchtet, die Bäume an der Straße etwas weihnachtlich anmutend mit bunten Lichtern behängt, die Springbrunnen bunt beleuchtet und mit Lasershow. Und alles voller Leute.
Wir knipsten nur ein bissl und genossen dann die ungewöhnlich leere U-Bahn zurück. Ich ging noch schnell in den Supermarkt, wollte noch Deo kaufen. Das stellte sich aber als große Herausforderung heraus: Gibbet im Supermarkt nämlich nicht, nur im Watsons, den ich immer für einen Schminkladen gehalten habe. Dort fand ich dann zunächst das Faberge-Deo, stolzer Preis: 8 Euro. Man kann nämlich Drogerien unterschiedlich ordnen: Nach Produkttypen, nach Herstellern, nach männlein/weibleich, nach Barcode-Nummer oder - wie hier - völlig willkürlich. Nach einigem Spazierengehen im Watsons hatte ich dann Deo, Adidas, immer noch 4 Euro, aber das geht. Danach Schlangestehen mit 357 chinesischen Mädels, wobei 2 von 3 Kondome kauften...die Vögeln sich alle in ihren Nationalfeiertag..RIGHT RIGHT!
Ja und gestern dann eigentlich Lernen und Unikram, ab und zu ein wenig TV wegen der Feierlichkeiten. So im Nachhinein wäre ich vielleicht doch gerne da gewesen, auch wenn es die Militärparade (auf die ich mich ja wirklich gefreut habe) nur zu runden Geburtstagen (also erst wieder übernächstes Jahr) stattfindet. Aber das Wetter war auch nicht so pralle.
Ja und heute vormittag wieder fleißig gewesen und dann mit Georg nach dem Mittagessen wieder inne Stadt. Den Park und den Tempel haben wir nicht gefunden - Georg kann sich nämlich genauso geil orientieren wie ich!!! - waren aber auf der nett anzuschauenden wenn auch wenig spektakulären alten Sternwarte. Danach ... VERDAMMT, DIE ZHAO WEI (AMBASSADOR FOR THE CHINESE SPECIAL OLYMPICS) IST JA ABER SOWAS VON!!!...weiter im Text: Danach dann zum Silk Market, wie Arizona-Market, alles aber in einem siebenstöckigen Hochhaus, alles noch dreister gefaked und die Händler noch härter, wenn auch alle sehr sehr hübsch (also es sind zu 95% Händlerrinnen). Da wird dann für ein "Polo"-Hemd 100 Euro verlangt und am ende trifft man sich bei 3,50 :-) War nicht wirklich in Shoppinglaune, fand es aber cool, mal drüberzulaufen. Werd das bei anderer Gelegenheit mal machen.
Danach erst durch Botschaftsviertel und den Park doch noch gefunden, dann durchs Russenviertel (wenn jemand Pelze braucht, sage er bescheid) und dann ab nach hause. Gegessen, gejoggt, geduscht, jetzt Bloggen und gleich noch auf ein Bier!
Denkt ab und zu mal an mich, dixi ut salvavi anima mea!
Dienstag, 2. Oktober 2007
Special Olympics...
Veröffentlicht um
15:08
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1 Kommentar:
Und mit diesem Zitat dixi ut salvavi anima mea belegst du den ersten Platz bei Google. Allerdings schlägt es auch eine im kyrillischen Raum verbreiterte Alternative vor: dixi et salvavi anima mea
Heißt das: Sprach ich und heilte/pflegte mein Herz?
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