Am Wochenende sind wir nach Rumaenien (oder wie Enes gesagt hat: Rumunien...aber das ist hier tatsaechlich der richtige Name...ich waere nur fast gestorben vor unterdruecktem Lachen!) gefahren. Als ich Papa am Freitag gefragt habe, wann wir denn losfahren, hat er gesagt, dass wir einfach so tun, als ob es unter der Woche waere. Ich hielt es zunaechst fuer einen Scherz, aber er wollte tatsaechlich um 7 losfahren. Naja, sind dann so gegen halb 8 losgefahren und nach einigem Hin und Her, wer denn faehrt sass Papa dann auf dem Fahrersitz und wir sind Richtung Nordosten gefahren. Es ging eingentlich zuegig, bis zur ersten Grenze. Alle hatten sich naemlich ueberlegt, dass sie an Pfingsten ja gut mal nach Osteuropa fahren koennten, dementsprechend voll (zumindest an den Grenzuebergaengen) war es. Hab dann ein Saetzchen geschlafen und war kurz vor Belgrad wieder wach. Durch Belgrad muss man fahren, es gibt keine Umgehungsstrasse und Papa ist voll in das Verkehrschaos eingestiegen...Freude am Fahren sag ich da nur! Sind eigentlich auch durchgefahren bis Vrsac in Serbien, kurz vor der rumaenischen Grenze. Dort haben wir einen kleinen Abstecher gemacht in die Innenstadt, da gab es dann Cevapi und Cola fuer den Papa und die geilen Wuerstchen, deren Name ich mir nicht merken kann und Cockta (Sloveniens Antwort auf Cola, ohne Coffein, dafuer mit Granatapfel) fuer mich. Vom Restaurant hatten wir einen guten Ausblick auf das Fussballevent der Kindermannschaften.
Frisch gestaerkt kam ich dann ans Steuer und wir sind unaufhaltsam in Richtung Timisoara vorgedrungen, ueber teilweise sehr schlechte Strassen. Nach laengerer Wartezeit an der Grenze waren wir dann endlich in relativer Naehe, die letzten 40 Kilometer gingen aber schnell, weil die Strasse dann wieder sehr gut ausgebaut war. Eigentlich ging es seit Belgrad nur noch ueber Landstrassen und Doerfer auf dem platten Land. In Timisoara waren die Strassen dann wieder sehr schlecht und wir hatten arge Probleme, das Hotel zu finden, da die Angabe im Internet nicht korrekt war. Nachdem wir hundertmal im Kreis gefahren waren fand Papa dann einen Taxifahrer, der uns hingefuehrt hat. Irgendwann dachten wir, dass er uns verarscht, da wir uns immer weiter vom Zentrum entfernten, waehnten wir doch unser Hotel in zentraler Lage. Irgendwann kamen wir aber doch an dem sehr schoenen Hotel an, allerdings gab es mehr schlechte Nachrichten: Bar und Spa zu, da eine Hochzeit stattfand. Einziges Plus war das sehr gute WLAN, damit Papa endlich mit seinem IPod spielen konnte. Das Hotel an sich war aber sehr modern und sehr schick, das Zimmer gross und gepflegt. Nach kurzem Frischmachen gingen wir dann los in die Stadt, dafuer hatten wir uns fuer das Taxi entschieden, da wir nicht so heiss auf 30 min Fussmarsch bei unbestaendigem Wetter waren. Wir liessen und an die Cathedrala Mitropolitana bringen, Papa freundete sich noch schnell mit dem Fahrer an, da der glaubte, dass Papa ein Serbe sei, wie er selber. Das lag daran, dass Papa in Ermangelung von Rumaenischkenntnissen einfach Bosnisch/Kroatisch/Serbisch sprach, wer weiss schon genau, wie diese Sprache hier heisst (^_^). In der Stadt war richtig was los, viele Trachtengruppen waren unterwegs. Wir tranken einen Kaffe, entschieden uns aber gegen Kuchen, das heisst die Bedienung entschied sich gegen unseren Kuchen, weil sie einfach nicht kam, um unsere Bestellung aufzunehmen. Danach flanierten wir durch die Stadt, vorbei an der Oper und vielen Kirchen, zwischendurch war auch mal eine Strasse gesperrt, weil Kleinkunst gemacht wurde. Aber man muss sagen, das Timisoara eine sehr huebsche Stadt ist, allerdings muss noch viel gemacht werden. Das, was gemacht ist, ist allerdings wirklich sehenswert! Ja, irgendwann waren wir dann an der Brauerei, keine Minute zu frueh, denn kaum sassen wir, fing es so richtig an zu regnen. Fuer uns gab es Bierchen und Schnaeppschen mit Wurstplatte. Danach wollten wir noch auf einen Absacker in die Stadt, was uns durch das schlechte Wetter allerdings verleidet wurde, deswegen nahmen wir ein Taxi ins Hotel. Die Bar hatte immer noch geschlossen, also gingen wir aufs Zimmer und bemuehten den Zimmerservice. Papa spielte mit seinem IPod, der nun endlich ins Internet kam. Wie er staunte, dass man die Tagesschau auf so einen Kaestchen angucken kann. Ich staunte allerdings auch, denn das geht ohne Stocken und in super Qualitaet! Naja, Papa spielte, ich guckte fern...der Zimmerservice brachte uns auf unsere Bestellung "Ein Bier, ein Glas Wein, ein Glas Schnapps" ein Bier (korrekt), einen Liter Wein und einen Tumbler voll bis oben mit Scnapps. War zwar alles lecker, aber wir hatten ein wenig Angst, dass sie versuchen, uns abzuzocken. Am naechsten Morgen standen allerdings nur 3,50€ fuer Zimmerservice auf der Rechnung...wenn ich das gewusst haette, dann haette ich noch ein paar Leute eingeladen.
Dienstag, 2. Juni 2009
Wochenendausflug
Veröffentlicht um
13:48
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