Jetzt habe ich mich endlich einmal aufgerafft und mir vorgenommen, euch ein bisschen was von meinem Urlaub zu erzählen. Aber da man ja klein anfangen soll, gibt es heute Abend nur einen Teil, nämlich die Reise nach Xi'an. Die Gegend von Xi'an ist seit 3000 Jahren Standort der Hauptstädte verschiedener Dynastien, Xi'an selbst wurde 618 von den Tang erbaut und war zu dieser Zeit die größte Stadt der Welt mit über einer Million Einwohnern. Heute ist Xi'an vor allem für die in seiner Nähe gefundene Terrakotta-Armee bekannt.
Wir (Daniel, Gero und ich - Fabian hatte sich in Harbin (mal wieder) eine Bronchitis eingefangen und wollte diese erst einmal auskurieren und später nachkommen) trafen uns am Abend des 25.1., nachdem wir die letzten Tage Wäsche gewaschen, umgepackt und gechillt hatten. Nachdem auch Daniel endlich da war (er hatte noch Probleme bei der Zimmerübergabe) fuhren wir zur Beijing Railway Station, versuchten Fabians Ticket zurückzugeben (was nicht klappte) und bunkerten Bier (Verhandlungstalent David Sontheim!). Da wir mit der U-Bahn an den Bahnhof gefahren waren, hattten wir extra viel Zeitpuffer eingeplant und nach dem ersten Bier auf dem Bahnhofsvorplatz (auf dem die Hölle los war, alle wollten über die Feiertage nach Hause) gingen wir in den Bahnhof, nur um dort festzustellen, daß der Zug nicht angeschrieben war. Ich hatte Daniel (der uns über seine coolen Connections die Tickets besorgt hatte) im Wohnheim zwar gefragt, wo der Zug den abfährt, hatte aber keine Antwort erhalten. Also guckte ich auf das Ticket und stellte fest, daß wir am falschen Bahnhof waren, der Zug fuhr nämlich in Beijing West ab. Wir sputeten uns also aus dem Bahnhof rauszukommen und ein Taxi zu finden (was problemlos war) und sagten dem Taxifahrer, daß er noch einen Zehner extra bekommt, wenn wir in weniger als 20 Minuten an dem anderen Bahnhof sind, die Rushhour bereitete uns nämlich ein wenig Sorgen. Der Verkehr war aber ruhig, der Taxifahrer beeilte sich nicht sonderlich, aber als wir nach 24 Minuten am Bahnhof waren (er wollte uns nicht irgendwo am Eingang rauslassen, sondern bestand drauf, daß er die verstopfte Taxirampe hochfährt), war er tatsächlich etwas maulig, weil er sein Extrageld nicht bekam. Der langen Rede kurzer Sinn: Wir kamen zeitig und ohne Probleme in unseren Zug, fanden unsere Plätze und freundeten uns (ein wenig) mit den Mitreisenden an. Allerdings war es nicht so lustig wie das letzte mal nach Harbin, wenn man Daniel dabei hat, reden alle nur mit ihm und die Neugier ist nicht so groß. Dementsprechend unspektakulär war die Zugfahrt, wir soffen uns schön einen an und gingen dann ins Bett. In Xi'an wurden wir direkt von zwei charmanten jungen Damen in Empfang genommen, die den Abholservice unseres Hotels darstellten, sie halfen uns auch, Tickets für die Weiterfahrt zu kaufen. In China kann man Tickets immer nur an dem Bahnhof kaufen, von dem man losfährt, je nach Stadt drei bis fünf Tage im Vorraus. Da wir natürlich in der Hauptreisezeit unterwegs waren (ihr habt es bestimmt alle im deutschen Fernsehen gehört), war es immer etwas spannend, Tickets zu bekommen. Wir bekamen auch keine Tickets für den eigentlich geplanten Zug (28.01. abends im Liegewagen), sondern nur einen Zug an dem gleichen Tag früh morgens. Immerhin war das auch ein Liegewagen, was für eine Zugfahrt von 13 Stunden natürlich angenehmer ist als Sitzen. Direkt am Bahnhof sah man schon die mächtige Stadtmauer, die in einem großen Rechteck auf 12 Kilometern länge den gesamten alten Stadtkern umgibt, oben gut 12 Meter breit ist und von vier mächtigen Stadttoren durchbrochen ist. Das Hostel war klasse, sauber und gut ausgestattet, mit vielen Annehmlichkeiten und Angeboten sowie freundlichem Personal. Es liegt direkt am Südtor mitten in der Altstadt in einem alten chinesischen Gebäude, richtig mit Innenhöfen. Mitten ins Herz trafen uns gleich die Viecher die dort rumliefen, eine Katze (siehe Fotos), sowie drei Hunde (ein alter Golden Retriever und ein junger, sowie ein weiterer Welpe, der etwas nach Rottweiler aussah). Wir legten kurz unser Gepäck ab und machten uns frisch und gingen dann direkt Sightseeing. Die Stadt ist wirklich hübsch, zwar sind auch hier wieder hunderttausendmillionen Autos auf riesigen Straßen durch die Stadt unterwegs, aber es ist den Städteplanern besser geglückt, die modernen Gebäude so ins Stadtbild einzupassen, daß sie nicht deplaziert neben den historischen Gebäuden wirken. Unsere erste Station war der Glockenturm, direkt auf der Kreuzung der Zwei großen Straßen, die die vier Tore miteinander verbinden. Wie in Europa wurde die hiesige Glocke genutzt, um die Zeit anzugeben. Unweit des Glockenturms liegt der Trommelturm, auch er zeigte die Zeit an, indem die riesige Trommel (die heute leider nicht mehr existiert) das Ende des Tages angab. Nachdem wir durch beide Türme gelaufen waren und sie und die darin befindlichen Ausstellungen gebührend bewundert hatten, gingen wir ins Moslemviertel im Westen der Altstadt und direkt am Trommelturm. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, zum Mittagessen Döner zu essen. Aber anscheinend hatte ich wohl vergessen, daß Döner eine eher deutsche Spezialität ist und daß "Moslem" nicht immer gleich "Türke" bedeutet. Nichtsdestowenigertrotz liefen wir lange durch das Moslemviertel (in Xi'an ist die größte Gemeinde der chinesischen muslimischen Minderheit), es war sehr interessant: Überall Fressbuden, kleine Märkte und alles voller Leben. Zwar war alles sehr schmutzig und matschig (durch den Schnee) aber wir hatten trotzdem viel Freude. Nach ettlichen Metzgereien (siehe Fotos) und Ständen mit gefälschter Markenkleidung erreichten wir schließlich die Große Moschee, die aber so gar nicht wie eine Moschee aussieht, sondern eher an einen chinesischen Tempel oder Palast erinnert. Das einzige, was auf Moschee hindeutet sind die Inschriften in arabischer Schrift, die Halbmonde, die überall aufgemalt sind und die alten Herren in arabisch anmutender Tracht, komplett mit kleinem Hütchen (wie auch immer es heißt). Nach der Großen Moschee zogen wir noch etwas durch das Moslemviertel, kamen mehr zufällig noch an der West Moschee vorbei (die auch wirklich wie eine aussieht), hatten dann aber genug und wirklich Hunger, es war ja schon Mittagszeit und wir hatten außer Trockenfrüchten und Kaffee nichts im Bauch. Wir suchten uns also ein Restaurant und fanden auch schnell eins, daß unser Interesse weckte, es warb nämlich mit Hund. Wir bestellten reichlich, unter anderem Hund (für die anderen zwei das erste Mal) und freundeten uns mit dem Wirt an, lächelten der hübschen Kellnerin zu und gingen dann (an einer katholischen Kirche vorbei, die nirgends eingezeichnet ist und leider zu war) zurück ins Hostel, wo wir wieder ein wenig ruhten. Danach hatten wir uns vorgenommen, die Stadt auf der Stadtmauer mit dem Fahrrad zu umrunden. Als wir aber auf der Mauer waren (der Eingang war direkt am Südtor, einen Steinwurf von unserem Hostel), bekamen wir gesagt, daß der Fahrradverlei aufgrund der zweieinhalb Zentimeter Neuschnee eingestellt sein und daß auch keine Elektroshuttles mehr führen. Es blieb somit als einzige Alternative der Fußmarsch. Schon nach fünf Minuten auf der Mauer wollte Daniel schon wieder absteigen und blieb an jeder Treppe nach unten stehen, wir zogen ihn aber immer weiter. Überall auf der Mauer waren schon Vorbereitungen für das anstehende Neujahrs- und Laternenfest im Gange und überall dort, wo nicht gerade Schnee geschippt wurde, wurden Lampen aufgehängt und Figuren aus bespanntem Draht aufgestellt. Wir hatten unsere helle Freude an dem Schnee, besonders Gero, wie das Video dokumentiert. Die Mauer ist wirklich beeindruckend, alle paar Meter steht ein Wachhaus oder ein Turm oder eine Bogenschützenbaracke, ich kam nicht umhin zu denken, daß es sehr gut ist, daß China so weit von Deutschland weg ist. Wenn wir im Mittelalter mal auf die Idee gekommen wären, Xi'an anzugreifen, hätten wir uns wohl schön blamiert :-) . Wir umrundeten ein Viertel der Stadt gegen den Uhrzeigersinn und stiegen am Osttor (das noch beeindruckender und bedrohlicher ist als das Südtor, das eher repräsentativ-gefällig wirkt) wieder ab. Nachdem wir noch einen Tempel gesucht hatten, ihn aber nicht fanden, dafür auf einen anderen stießen (alles voller Nonnen mit kahlgeschorenen Köpfen), nahmen wir den Kaffee in einem sehr noblen Kaffee (immer noch günstiger als Starbucks), lernten noch einen Geldsammler kennen (den wir ursprünglich für einen Geldwäscher hielten) und gingen dann zurück ins Hostel. Nach einer weiteren kurzen Ruhepause wollte ich noch zu den zwei Wildganspagoden, die wir allerdings nicht fanden (also nicht direkt, wir liefen in großem Bogen um sie herum, fanden nur einfach den Eingang nicht). Nach einem (zu) langen Spatziergang im einsetzenden Schneetreiben durch das wohl unspektakulärste Viertel Xi'ans und gingen dann (nach einigen "Findungs- und Entscheidungsschwierigkeiten") in einem koreanischen Restaurant essen. Danach ging Daniel heim, ich und Gero suchten die Bar-Street auf, die wir vorher schon bei Tageslicht in Augenschein genommen hatten. Dort lernten wir bei guter Lifemusik und günstigem importierten Bier eine sehr nette Deutsche (www.annettschlenker.de) sowie ihren britischen Freund (www.thezig.co.uk) kennen, die beide auf einer Rundreise durch Asien waren und sehr auf das kalte Wetter in China schimpften. Gegen Ende des Abends holten uns noch ein paar Chinesen zu sich an den Tisch, die waren ganz schön wild drauf, hauten sich ordentlich weg und verloren auch gerne mal Eheringe und hauten ihre Handys auf den Boden! Nachdem auch wir genug hatten gingen wir "heim", klopften Daniel aus dem Bett (was der voll super fand!) und legten uns hin, um für den nächsten Tag fit zu sein. Wir wollten nämlich zur berühmten Terrakotta-Armee. Wir standen also zeitig auf, fuhren mit dem Taxi zum Bushof (direkt am Bahnhof), wimmelten die Minibusfahrer ab und fanden ohne Probleme den Linienbus, der zur Armee fuhr. Während Daniel und Gero noch ein Schläfchen hielten, saß ich wache und guckte aus dem Fenster. Zu Ehren der Armee haben die Chinesen um deren Fundstelle ein riesiges Besuchs- und Touristenzentrum errichtet, alles gut organiesiert, jedoch muß man von der Bushaltestelle und den Eingängen erst einmal stundenlang durch einen Park laufen, bis man schließlich (nach einer weiteren Kartenkontrolle) auf dem eigentlichen Gelände ist, auf dem über den Fundstellen (die Terrakottaarmee wurde zufällig von drei Bauern entdeckt, die einen Brunnen graben wollten. Aufzeichnungen über sie existieren nicht) riesige Hangars errichtet worden sind und ein großen Ausstellungszentrum eingerichtet worden ist. Die Armee ist wirklich beeindruckend, so viele Tonfiguren und auch, wenn einem bekannt ist, daß sie alle verschieden aussehen, so wirkt es doch ganz anders, wenn man "in echt" daran vorbeigeht und man hat fast das Gefühl, an echten Menschen vorbeizugehen. Besonders beeindruckend fand ich auch die Pferde. Nachdem ich durch zwei der drei "Pits" gelaufen war (die dritte, die wohl die interessantesten Exponate beherbergt hatte geschlossen) und mir auch das Museum angeguckt hatte, in dem unter anderem zwei Pferdewagen im Maßstab 1:2 ausgestellt sind, die im Mausoleum von Qin Shi Huang gefunden wurden, hatte ich genug vom Herumlaufen im Naßkalten (die Hangars waren nicht beheizt und das Museum war auch nicht wirklich warm) und wir gingen einen Kaffee trinken. Auch der Weg nach draußen zog sich wieder, diesmal wurde man durch ein Gebiet voller Souvenirshops und Pelzhändler gelots, die wir jedoch alle abwimmelten. Der Rückweg mit dem Bus zog sich sehr, wir hatten eine ander Buslinie erwischt als auf dem Hinweg und zuckelten durch jedes Dorf zwischen Terrakottaarmee und Xi'an. Wir waren froh, daß wir Sitzplätze hatten, wurde der Bus doch relativ schnell relativ voll. An jeder Haltestelle wurden noch mehr Leute reingequetsch, bis schließlich die meisten Leute auf dem Gang dicht gedrängt standen. Auf einmal wurde die Schaffnerin (die sowieso schon sehr laut und unwirsch war) sehr hektisch und gebot allen Stehenden, sich zwischen die Sitze zu ducken. Wir wunderten uns zunächst, doch nur wenig später passierten wir eine Polizeistreife, die am Straßenrand geparkt war :-). Wieder in Xi'an nahmen wir ein schnelles Mittagessen zu uns in einem Nudel-Fast-Food-Restaurant (wirklich nicht schlecht) und gingen dann ins Historische Museum der Provinz Shaanxi, das wirklich sehr sehr gut gemacht und interessant war und einen lehrreichen Abriß der Geschichte dieser Region von den ersten "Höhlenmenschen" über die Seidenstraßenzeit und die Hochzeit der chinesischen Dynastien bis hin zur Gegenwart gab. Danach gingen wir ausgezeichnet essen in einem Restaurant gleich um die Ecke des Hostels (empfohlen von einem der Mädels aus dem Hostel, die sich wohl in unseren Daniel verguckt hatte) und machten uns dann "discofein", wir wollten ja neben aller Kultur auch das Nachtleben ein wenig erkunden. Abgesehen von den Tänzerinnen, die jede Stunde kurz auftraten (herrlich!!!) und homosexuellen Chinesen, die sich an uns ranmachten war der Besuch im sehr männerlastigen "1+1" bis zum Schluss nicht wirklich spektakulär. Auf dem Weg nach draußen hatten wir gerade unsere Jacken geholt als ein Pärchen laut zeternd an uns vorbeilief und der augenscheinlich sehr sehr betrunkene Kerl seine Freundin erstmal auf den Boden schleuderte. Ohne zu Zögern packte er sie daraufhin bei den Haaren und begann, sie die Treppe herunterzuziehen, was sie natürlich eher mittelgut fand. Ich versuchte, dazwischen zu gehen, gab aber ein etwas trauriges Bild ab, da ich dabei auf der Treppe ausrutschte, bekam ihn aber aus den Haaren seiner Freundin. Er bedankte sich dafür mit einem lauten "Fuck You!". Mittlerweile war auch die Security zur Stelle, die ihn zwar festhielt, er hatte aber trotzdem noch Gelegenheit, seiner Alten zwei zu ballern, bevor er in ein Taxi gesetzt wurde...muß Liebe schön sein. Wieder im Hostel packen wir unseren Kram zusammen und hauten uns noch ein wenig hin, am nächsten Morgen mußten wir ja zeitig zum Zug. Nachdem wir also ausgecheckt hatten fuhren wir zum Bahnhof, nur um dort festzustellen, daß unser Zug ausgefallen war. Also Tickets zurückgeben, neue Tickets kaufen (und dabei hatten wir noch Glück, zwar bekamen wir nur Sitzplätze, dafür aber am nächsten Tag!) und dann wieder zurück ins Hostel. Die so gewonnene Zeit nutzen wir, indem wir uns noch einmal auf den Weg machten, die zwei Pagoden zu besuchen, diesmal nahmen wir aber ein Taxi, das uns direkt zum Eingang fuhr. Die Kleine Wildganspagode (die die größere der zwei ist) bestiegen wir und genossen den Blick über die Stadt. Nach einem ausgedehnten Spatziergang durch die Nachbarschaft kamen wir an den Daxingshan Si, den einzigen buddhistischen Tempel Xi'ans. Besonders beeindruckend war gleich der erste Raum, hier wurde in sehr kunstvollen und farbenfrohen Figuren dokumentiert, was einem denn so alles blüht, wenn man sich auf dieser Erde nicht ordentlich benimmt. Es wurden Leute zermahlen, zerstückelt, aufgeschlitzt, gekocht, durch den Fleischwolf gedreht, enthauptet, gebraten und was weiß ich nocht, alles unter den Blicken der Heiligen. Wir standen gut 20 Minuten in dem Raum und bestaunten alles, leider hab ich mich vor lauter Fegefeuer (und Aufpassermönchen) nicht getraut, Fotos zu machen. Wer aber mal nach Xi'an kommt, sollte da auf jeden Fall mal hingehen: Daxingshan Si, gleich am Eingang das erste Häuschen links! Überhaupt war der Tempel sehr kunstvoll ausgeschmückt, lange Korridore mit Wandreliefs in bunten Farben, die wohl das Leben des Buddhas dokumentieren sowie Geschichten aus der chinesischen Mythologie erzählen, diesmal war kein Aufpasser da, daher die Fotos. Danach fuhren wir mit dem Taxi zur Großen Wildganspagode (die die kleinere der zwei Pagoden ist), sie hatte allerdings schon geschlossen und wir konnten sie nur aus der Ferne angucken. Um sie herum und den Tempel, der sie umgibt, hat die Stadt ein großes Touristenzentrum errichtet, aber alles sehr schön stimmig mit den alten Gebäuden im klassisch chinesischen Stil. Nachdem wir uns auch dort genug umgesehen hatten gingen wir zurück ins Hostel, wo kurz darauf mein Masseur, den ich bestellt hatte, auftauchte und mich eine Stunde lang schön durchknetete, was Daniel anscheindend so unangenehm war, daß er, kaum daß der Masseur da war, das Zimmer verließ. Außer Abendessen und einem kurzen Abstecher in die (wirklich ausgezeichnete) Hostelbar machen wir an diesem Abend nichts mehr und schliefen am nächsten Tag etwas länger, hatten wir doch nichts zu tun (oder wollten nichts mehr machen) als auf den Zug am Nachmittag zu warten. Nach einem herrlichen Kuchenfrühstück und nachdem wir das Geld für das Hostel in Sanya überwiesen hatten, tigerten wir ein wenig durch die Shoppingmalls und gingen schließlich zum Bahnhof, wo wir kurz darauf unseren Zug bestiegen. Die Zugfahrt war so-la-la, wir hatten nur Hardseats (vergleichbar mit Regionalzügen in Deutschland), alles war voller Bauern, die fröhlich rotzten und rauchte. Die ersten zehn Stunden vergingen einigermaßen, allerdings zog es sich dann, da man müde war, aber auf den Sitzen nicht wirklich schlafen konnten. Wir waren also entsprechend froh, als wir in den frühen Morgenstunden (ich glaube es war gegen 5) im dreckigen, lauten und a****kalten Wuhan ankamen.
Mittwoch, 20. Februar 2008
Urlaub Teil 1: Xi'an
Veröffentlicht um
12:59
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1 Kommentar:
Warum redest Du immer davon, dass wir das bestimmt alles aus dem TV kennen? Hier hört man NICHTS von Schneechaos oder sonstigen Katastrophen im fernen China...
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